Lebenslauf
1935 Geboren in Beuthen / Oberschlesien
1944 Flucht
1947 Neuer Wohnsitz Rheda-Wiedenbrück
1954 Goldschmiedelehre
1956 Studium an der FH für Gestaltung in Pforzheim
1958 Heirat mit Prof. Kurt Rothe
Freie Arbeiten in Malerei und Gestaltung
1968 Verleihung des Villa-Romana-Preises
Leben und Arbeiten in Florenz und Italien
1969 Studienreise in Europa
1970 Studienreisen in Südamerika
1971 Übersiedelung nach New York
1972 Erste Mezzotintos
1973 Schmuckgestaltung für Tiffany´s
1975 Malerei in Mexiko
1978 Zusammenarbeit mit Hammer Galleries
1979 Neuer Wohnsitz in Carmel/Kalifornien
1986 Gründung von Studios in Brooklyn und Manhattan
Abstraktes Werk
1990 Übergroße Pastelle
1991 Ständige Zusammenarbeit mit der
Riedel Art Gallery, Ratingen/Düsseldorf
1992 G.H. ROTHE-Galerien in Carmel/Clif.
1993 Freskenmalerei in Seastone
Keramiken
1994 Studienreise nach Frankreich und Italien
1995 Beginn der Apokalypse nach den
Gobelins von Angers/Frankreich Steinreliefs und Deckenmalerei
1997 Retrospektive 25 Jahre Mezzotint-Gesamtausstellung G.H. ROTHE
1998 Kurfürstliche Burg Eltville
Gütersloh
1999 Übersiedlung nach Europa
2007 †Genf-Geneve / CH im August
G.H. ROTHE wurde 1935 als Tochter eines Goldschmiedemeisters geboren und wuchs im westfälischen Wiedenbrück auf. Schon bald nach Abschluss ihres Studiums der Malerei und der Kunstgeschichte erhielt sie den Villa-Romana-Preis, der ihr einen längeren Aufenthalt in Florenz ermöglichte. Studienreisen nach Paris, London, Wien, Moskau und Madrid schlossen sich an, bis sie sich 1971 in New York und in Carmel, Kalifornien, niederließ.
Sie beherrscht fast alle Techniken der Malerei, Museen in aller Welt schätzen ihre Werke.
Als das für sie am besten geeignete Ausdrucksmittel fand sie die aufwendige, Jahrhunderte alte und kaum noch ausgeübte Technik des Mezzotintos.
In allen Werken G.H. ROTHEs werden bildhafte Darstellungen spannungsreich mit surrealen Komponenten verknüpft, was den Betrachter zum inneren Dialog bewegt, wie ein Fenster zu mystischen Sphären. Das umfangreiche Spektrum der Motive ergibt sich aus dem Ansinnen der Künstlerin, die transzendente Bildaussage und nicht die bloße Abbildung eines Augenblicks in den Vordergrund zu stellen. Obwohl sie mit fotografischer Genauigkeit darstellt, ist für sie das Wesentliche die impressionistisch emotionale Anteilnahme des Betrachters. Sie impliziert Augenblicke ästhetischen Bewusstseins, verdeutlicht deren Schönheit aber auch das Wissen um ihre Vergänglichkeit. Leben und Tod, diese Pole sind oft in ergreifender Weise erfahrbar.
G.H. ROTHEs Festhalten an der aufwendigen Technik des Mezzotintos ist gleichzeitig Inhalt und Aussage ihrer Lebensanschauung. Neben ihren Ölgemälden und Graffitis stehen ihre Mezzotintos mit ihrem technischen zwingenden Real-Impressionismus gleichzeitig in der Tradition der deutschen Romantik wie im französischen Realismus.
Dieser großen Künstlerin ist es gelungen, die durchaus europäische Erfahrung der Heimat mit der Weitsicht der „Neuen Welt“ zu verbinden. Durch stetes Ringen in sich selbst und ihr Können gibt sie Zeugnis ihrer Einzigartigkeit.

G.H.ROTHE Original-Mezzotint "Midwinter Spring to T.S. Elliot " 1994 150 / 15 APs 77x70 cm







